Am Wochenende war bekanntlich der Bundesjugendleitertag der JDAV in Ulm. Nachdem ich in der letzten Nacht 14 Stunden lang geschlafen habe, bin ich jetzt auch wieder fit genug, um über die Ereignisse zu berichten.

Freitagabend: Anreise und Kneipentour

Nach einer sehr ausgiebigen, dafür aber gemütlichen Anreise (Danke liebe Bahn, für die besch*****en Umsteigezeiten) kamen wir um 21:00 Uhr in Ulm an. Nach einer reibungslosen Anmeldung zogen wir in die Stadt, und konnten nach längerer Suche sogar noch was zu Essen finden.

Samstagmorgen: Berichte aus den Bereichen

Am Samstag morgen gab es die Berichte der einzelnen Bereiche der Bundesjugendleitung. Insbesondere beim Thema Sponsoring hob die Kuh schon ein wenig vom Boden ab und es sah so aus, als würde sie am Sonntag morgen endgültig das Fliegen erlernen.

Samstagmittag: Vorstellung der Kandidaten

Es ging zu wie bei Herzblatt. Der Moderator, dessen Name ich vergessen habe und den ich deshalb hier mal Pierre nenne, hat die Kandidaten ausgezogen bis aufs letzte Hemd. Dabei wurden die großen Geschütze der Personalauswahl aufgefahren: “Nenne drei Schwächen und drei Stärken…”, “Was bedeuten Macht und Einfluss für dich?” Es war aber alles in allem nicht langweilig und das Publikum konnte sich ein gutes Bild der Auslage machen. Danach waren sich alle einig: Die Wahl wird knapp.

Samstagabend: Spitzbergen und Erbse

Nach den Foren am Nachmittag ging es am Abend mit dem Vortrag der Spitzbergen-Expedition der JDAV BaWü weiter. Zwei Stunden lang wurden Fotos gezeigt und lustige Geschichten erzählt. Wer noch nicht genug hat, kann sich hier auch noch an den weiteren Fotos der Expedition freuen.
Direkt im Anschluss hat Erbse die Lachmuskeln mit seinem Kletterkabarett auf Trab gehalten. Ich bin danach ins Bett, man hat aber hier und da vernommen, dass der letzte Besucher der anschließenden Disko um 6 Uhr in der Früh sein Bett aufgesucht hat.

Sonntagmorgen: Showdown

Hosen runter! Am Sonntag morgen fand die Wahl zum Bundesjugendleiter statt. Am Ende war das Ergebnis weniger knapp, als erwartet. Mimi wurde mit 254 zu 97 Stimmen zum neuen Bundesjugendleiter gewählt. Außerdem wurden noch Katharina Schröttle (Bayern) als neue 2. Stellvertreterin, sowie Jonas Freihart (BaWü) und Christian Kubitza (BaWü) als Beisitzer gewählt. Einen Bericht aus erster Hand sowie die vollständige Zusammensetzung der neuen Bundesjugendleitung gibt es auf Mimis Blog.

Sonntagmittag: Die Kuh hebt ab

Jetzt war es soweit. Die Anträge wurden beraten und wie erwartet ging es heiß her. Rohland von der Bundesjugendleitung und Thomas Urban, der Geschäftsführer des Alpenvereins, lieferten sich ein Battle auf der Bühne, bei dem es an nichts fehlte. Hintergrund der Auseinandersetzung: Es gibt scheinbar einen Sponsoring-Vertrag, den der DAV für die Jugend mit Mountain Equipment geschlossen hat und der, obwohl er die Jugend betrifft, ihr nicht gänzlich offen gelegt werden kann. Am Ende konnte sich Rohland durchsetzen und sein Antrag wurde angenommen. 1:0.

Schnell schnell!

Danach musste es sehr schnell gehen. Vielen war es wichtiger, schnell und pünktlich nach Hause zu kommen, und deshalb wurde zügig abgestimmt. Noch schnell ein Lunchpaket schnappen, dann nichts wie los zum Bahnhof. Beinahe hätte die Delegation aus Baden ihren Zug verpasst, weil einer (nämlich ich) am Bahnhof verloren gegangen war.

Was gab’s noch

Überall waren Info-Stände aufgebaut. Die Bayern haben über ihr Projekt Prävention sexueller Gewalt informiert, Check Your Risk war am Start und das Knotenpunkt-Redaktionsteam hatte eine Lounge eingerichtet, von der es sogar schon ein Bild online gibt.

Die Ulmer Jugendleiter haben einen super Job gemacht. Alles hat geklappt, man hat die Schlaf-, Speise- und Tagungsorte schnell gefunden, und es war immer genug zu Essen da. Getränke haben Geld gekostet, Wasser umsonst hätte mir besser gefallen. Wenn sie soweit sind, dann wollen die Organisatoren die Bilder des Bundesjugendleitertags im Internet veröffentlichen. Ich hab auch welche gemacht, leider nicht mit meiner Kamera, aber ich will sehen, ob ich schneller bin.

Ach ja, ein paar von Handy hab ich schon. Auf der Rückfahrt hielt der Zug in Kuchen. Was ein Name, für eine Ortschaft.

Jetzt bin ich wieder ausgeschlafen. Weiter geht die gute Fahrt, in zweieinhalb Monaten ist Landesjugendleitertag der Baden-Württemberger in Freiburg und wer nicht kommt, ist blöd!